Kugel5
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Tauche mit mir ins Wort

JürgnvonK

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dichtenundmehr


Mein schriftstellerisches Wirken läuft parallell in mehreren Projekten. Meist in den taufrischen Morgenstunden lasse ich mich auf das ein, was sich gerade zeigen möchte. Manchmal sind es bloss Selbstgespräche. Oder Häppchen von Dichtungen und mehr. Manchmal entstehen auch ein paar Seiten zu einem Roman oder einem Sachbuchprojekt.


Vielleicht begegnest du «mir» eines Tages in einem Buchladen?



PROJEKTE Auswahl


a) Freude und Spass mit Gromolo


Gromolo zur Verarbeitung, Gromolo aus reiner Freude am Gestalten. Gromolo einfach so. Diese Schreibform besteht zu einen grossen Teil aus «Unsinnwörtern», hier drei Beispiele:

























Meinen Gromolo-Stil

finde ich insofern unabhängig und eigenständig, als dass er nicht unbedingt im Zusammenhang einen Sinn ergeben muss (wie beispielsweise bei Franz Hohler’s Tottenmügerli). Sondern einfach Spass macht in Klang, Rhythmus und in der Wortschöpfung selbst. Ich glaube, dass die Qualität der Freude dadurch bestärkt, ja sogar entfesselt wird, dass der Gestaltungsprozess wie auch das Ergebnis in keiner Weise einer Leistungsvorgabe entspringen. Wodurch es zu einem entspannenden Tun wird.


Versuch es selbst:

Einfach bequem machen. In offener Haltung in dich hinein lauschen.

Plötzlich fällt dir ein Wort zu. Nimm es dankbar an.

Ergänze es. Drehe es. Setze es neu zusammen.

Schenk ihm seinesgleichen. Schmiede und sei glücklich!



b) Das blaue Wunder, Roman


In diesem Roman erleben zwei jugendliche Freunde auf einer fantastischen Reise zusammen das blaue Wunder. In bin selber gespannt, was das blaue Wunder genau ist und was daraus noch alles wird. Geplant als Buch für jüngere Zweibeiner könnte es auch dem Bereich Fantasy zugeordnet werden. Ordnung muss ja wohl sein...


Hier eine Kostprobe:


  • Oben am Teich rollte sich etwas leuchtend Rundes um einen kleinen Ameisenhaufen und machte dazu ein gurgelndes Geräusch. Dem Dünnen stockte kurz der Atem. Dennoch schritt er mutig weiter und bald war klar, dass es sich bei diesem Geräusch um seinen Freund handelte. Na klar, es war eigentlich typisch für den Runden. Immer war er für ein Spässchen gut und nur selten konnte der einfach still da sitzen und nichts tun. Immer musste er zipp und zapp hin und her rollen. Ein richtiger Zappelrunder eben! „Wir wollen das blaue Wunder erleben!“ jauchzte er und hopste dazu wild um den Ameisenhaufen.
  •  
  • „Pssst!“ Gute Stimmung war zwar immer toll, aber dennoch legte der Dünne den Finger an seine schmale Lippe: „Wäre es nicht besser, etwas leiser zu sein? Sonst erleben wir womöglich noch das blaue Wunder!?“

  • Einen kurzen Fingerzeig lang herrschte die absolute Stille. Aber dann waren beide nicht mehr zu halten. Denn was der Dünne da eben von sich gegeben hatte, war ja nun wirklich zum Grölen! Das war ja gerade ihr Plan: das blaue Wunder erleben!




c) Neues Leben, Roman


Manchmal gibt es Phasen, wo nächtliche Träume beim Erwachen zumindest teilweise noch greifbar rumhängen, so dass sie gerade noch den Weg aufs Papier finden.... die Idee zu diesem Roman (der noch nach dem richtigen Titel Ausschau hält) ist aus so einem Traumfetzen entstanden.


Hier eine Kostprobe:


  • Es war kein gewöhnlicher Vogel, der da auf dem Baumstrunk sass, gross wie eine Ente und ihr durchaus ähnlich. Was als erstes irritierte war das zusätzliche Auge, etwa zwei Zentimeter oberhalb des Schnabelansatzes. ‚Die Ente mit dem dritten Auge‘ durchfuhr es mich. Dieses Auge leuchtete mit gebündeltem Strahl wie ein LED-Scheinwerfer ins Gras.

  • Und da sah ich es.
  • Vor mir im Gras lag ein ganz neues Leben. So klein wie ein Legomenschlein und doch hatte es irgendwie erwachsene wenn auch auf eine Art zeitlose Gesichtszüge. Es wollte sich hochrappeln, die Kraft dazu schien jedoch nicht vorhanden. Mein Herz tat einen Hüpfer und mein Beschützerinstinkt war vollends wach, sogleich fühlte ich mich verantwortlich. Hier musste es weg, denn keinesfalls durfte es in die Hände der weissen Gefolgschaft geraten. Auf gar keinen Fall. Also verstecken! Wo? Und was brauchte das kleine Ding zum Überleben, womit ernährte es sich? Ich war froh, als mein Blick auf den Vogel fiel, meine Befürchtung, er könnte sich davon gemacht haben, schien unbegründet. „Was nur soll ich mit diesem Leben da machen?“ sprach, nein schrie ich etwas zu laut in die Morgendämmerung hinaus.
Kugelngif

Balmighain


Jede Nacht wacht

kerzend lachend

der Brinsgund

leise in gewohnter Weise

hinan.

Labt und lobt

gang und zülg

gunst und gäb,

wäbend den

Balmighain

darob.

Wahrgängig


Verbrämte Häme

zitternd steif

kneift dartenhieb

am Knollentrieb

triftend laut,

dass Fendheer haut,

um was war was

ist was wird wer.

Sein war’s

wahrgängig

brieflich

wohl!


Kodiaken


Gepluddert hat

es Mal für Zeit

in wiesendingers

Keit.

Obgleich im

Teich von

Rottenrank

es mächtig

gress nach

Viebers

stank.

Drum hüte

deinem

Naseweis

vor

fetten

Kodiaken.

Wieviele Dimensionen können Worte sichtbar machen?